Grüner Star

Was ist Grüner Star?

2-3% aller Menschen über 40 Jahre sind in Europa und den USA an einem Glaukom (Grüner Star) erkrank.

Zur Risikogruppe zählen Personen, die älter als 40 Jahre sind, die eine starke Kurzsichtigkeit haben, die an Diabetes erkrankt sind, die sehr hohen oder niedrigen Blutdruck haben, die genetisch vorbelastet sind (z.B. mit Glaukom in der Familie) oder die erhöhten Augeninnendruck haben.

In den letzen Jahren wurden zahlreiche innovative Verfahren zur Früherkennung des Grünen Stars entwickelt. Dadurch können durch geeignete Therapien und gezielte Interventionen die Schäden auf ein Minimum reduziert werden.

Charakteristiken

Charakteristisch für ein Glaukom ist ein schleichender schmerzfreier Verlust von Sehnervenfasern, zumeist infolge einer mangelhaften Blutversorgung des Nervengewebes mit oder ohne erhöhten Augeninnendruck. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf entsteht eine sichtbare Aushöhlung am Sehnervenkopf (Papillenexcavation). Ohne eine rechtzeitige Therapie, in den meisten Fällen, mit drucksenkenden Augentropfen, kann das seitliche Sehen (Gesichtsfeld) in zunehmendem Maße zusammenschrumpfen; im Extremfall kann eine Erblindung des Auges die Folge sein. Bereits eingetretene Schäden am Sehnerv sind nicht rückgängig zu machen. Deshalb sollten bis zum 40. Lebensjahr alle zwei Jahre und danach jährlich ein Glaukom-Check durchgeführt werden. Eine frühzeitige Diagnose mindert in den meisten Fällen, bei Gabe von geeigneten Augentropfen (die den Augeninnendruck senken und die Durchblutung verbessern), das Fortschreiten der Schäden. 

Ambulante Operation des Grünen Stars

Bei bestimmten Formen des Grünen Stars kann es zu einer Abflussstörung des Kammerwassers in der Kammerwinkelregion kommen. Durch eine kleine chirurgische Öffnung an der Regenbogenhautbasis (periphere Iridektomie oder Laser-Iridotomie) kann die Zirkulation des Kammerwassers verbessert werden.

Selektive Laser Trabekuloplastik

Bei Augendruckproblemen wenden wir die SLT Laserbehandlung an. Sie wirkt selektiv auf Pigmentzellen im Kammerwinkel des Auges und erleichtert dann den Abfluß des Kammerwassers. Eine Augendrucksenkung ist die Folge. Nach Bedarf kann diese Behandlung mehrfach wiederholt werden, ohne dass Schäden entstehen.